Klima – die große Transformation, Energiewende und Klimawandel

Das jüngst von der deutschen Regierung in der EU gepushte und beschlossene Ölembargo ist eine Entscheidung gegen die Interessen Deutschlands. Sie ist eine Konsequenz der grünen Energiepolitik die mit ideologischem Eifer kurzfristig Versorgungssicherheit mit Erneuerbaren Energien durchsetzen will. Betrachtet man  kritisch die Ausbaupläne für Wind- und Solarenergie sowie die dazu beschlossenen Gesetze, so erkennt man, dass diese Politik zwangsläufig nur auf Kosten der Bevölkerung zu realisieren ist. Die folgenden Kapitel beschreiben die Gründe warum die grüne Energiewende die Natur  Deutschlands und den  Wohlstand seiner Bürger zerstören wird.

Im Folgenden des Vorworts finden Sie eine Zusammenfassung der neuen Unterkapitel 8.8-8.13 und deren Themen:

8.8. Die Energiekrise, Folge der grünen Energiepolitik

# Die Stromversorgung mit den erneuerbaren Energien Wind und Sonne funktioniert nur im Zusammenwirken mit konventionellen Kraftwerken (Gas, Kohle). Nur so kann zu jeder Tageszeit und jeder Wetterlage (beispielsweise auch nachts bei windstillem Wetter) brauchbarer Strom zur Verfügung gestellt werden.

# Mehr erneuerbare Energien, wie ständig von der Lobby der Erneuerbaren gefordert, bedeuten also auch mehr Gas-oder Kohlekraftwerke. Die deutsche Politik hat sich für Gas als konventionelle Energiequelle entschieden, was etwa 40 bis 50 neue Gaskraftwerke bis 2030 notwendig macht.

# Der Anstieg der Erdgaspreise auf den Großhandelsmärkten begann bereits im Oktober 2021 vor dem Ukrainekonflikt. Ursachen waren u.a. in Europa und vor allem in Deutschland das Abschalten von Kohlekraftwerken, der Wechsel von Kohlestrom auf Gasstrom, Unzureichend gefüllte Gasspeicher sowie eine spekulative Einkaufspolitik der EU-Staaten auf den Großhandelsmärkten für Erdgas.

So nahm Angela Merkel Russland gegen den Vorwurf in Schutz, dass die Preissteigerungen mit mangelnden Lieferungen zu tun haben könnten Sie verwies darauf, dass Europa sich weniger auf langfristigen Lieferverträge und mehr auf den Gaseinkauf auf dem Spot- Markt gestützt habe  (siehe Kapitel 7.12.2 dieser Webseite).

# Der Anstieg des Gaspreises wurde anschliessend weiter angeheizt durch Ankündigungen der Aussenminister Blinken, USA, und Baerbock, Deutschland, das Gasleitungsnetzwerk Nordstream 2 nicht zu genehmigen.

# Das von der Bundesregierung als Ersatz vorgesehene Flüssiggas LNG wird in den USA nach dem in Deutschland verbotenen fracking-Verfahren gewonnen und ist teurer und klimaschädlicher als russisches Erdgas.

# Auf Tichys Einblick schreibt Marco Gallina „Die Autorin fasst damit die abschreckende Energiepolitik des „alten Kontinents“ luzide zusammen, deren Vorreiter Deutschland ist. Die Fokussierung der Medien auf die fossilen Brennstoffe als Ursache der hohen Energiepreise klammert aus, dass Deutschland schon zuvor die höchsten Stromkosten hatte. Die Energiekrise ist nicht die Chance auf eine europaweite Energiewende, sondern der Beleg ihres Scheiterns. Nicht der Handel mit Russland, sondern die Unfähigkeit, alternative Erzeuger an das europäische Netz zu binden (Stichwort: Nabucco-Pipeline) sind der eigentliche Grund der Abhängigkeit. Während die Kernkraft weltweit ausgebaut wird, soll sie hierzulande eingemottet werden. Europa treibt sich mit seiner Ideologie in den Blackout – und Deutschland geht fahnenschwenkend voran.“

8.9. Das EU Ölembargo, eine Entscheidung gegen die Interessen Deutschlands 

8.9.2 Folgen für Deutschland: Raffinerie Schwedt Brandenburg

In Deutschland wird die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt über die Druschba-Pipeline mit Rohöl aus Russland versorgt: Damit kommen noch etwa zwölf Prozent der deutschen Ölimporte aus Russland.

Die Raffinerie PCK gehört mehrheitlich dem russischen Staatskonzern Rosneft. Sie versorgt Berlin und Brandenburg zum Großteil mit Treibstoff. Rund 1200 Menschen arbeiten bei PCK, dem „Petrochemischen Kombinat“.

Dazu kommen Hunderte Beschäftigte bei Zulieferunternehmen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sucht jetzt nach Wegen, bis Jahresende alternative Öllieferungen nach Schwedt zu organisieren.

Habeck hat aber schon eingeräumt, dass es möglicherweise vorübergehend zu Versorgungsproblemen in Teilen Ostdeutschlands kommen kann. Es könne „für eine begrenzte Zeit zu wenig Öl und damit zu wenig Benzin verfügbar sein“.

In der B.Z. leistet Gunnar Schupelius dem Minister bei seiner Lösungssuche Hilfestellung

Sagt uns die Wahrheit über das Öl-Embargo, was wird geschehen?

 

„Es ist noch nicht beschlossen, aber Deutschland hat dem Plan bereits zugestimmt: Die Europäische Union will auf russisches Öl verzichten.

In vielen Regionen wird man Ersatz vom Weltmarkt beziehen können, in Berlin und Brandenburg ist das praktisch unmöglich. Wir bekommen Benzin, Diesel und Heizöl zu 90 Prozent aus der Raffinerie in Schwedt, die das Rohöl wiederum zu 100 Prozent über eine Pipeline aus Russland bezieht.

Könnte man diese Raffinerie auf andere Weise beliefern? Und wenn ja, würde diese Raffinerie, die mehrheitlich dem russischen Konzern Rosneft gehört, das Ersatz-Öl verarbeiten? Diese Fragen kann derzeit niemand beantworten.

Aber auch wenn die Raffinerie weiterarbeiten könnte, würde es teuer werden. Der ADAC geht von drastisch steigenden Preisen aus. Nach einer Berechnung der Zeitschrift „auto motor und sport“ würde ein Liter Benzin drei Euro kosten.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Giffey (SPD) wandte sich Hilfe suchend an die Bundesregierung. Doch dort ist man auch nicht schlauer.

Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) deutete an, dass die Versorgung „stocken“ könnte. Insgesamt erwartet er aufgrund des Öl-Embargos „Preissprünge“, eine „höhere Inflation und eine Belastung der Wirtschaft“.

Das hört sich gefährlich an. Und wenn die Lage so ernst ist, wie kann man dann ein Embargo beschließen? Da wird das Pferd von hinten aufgezäumt. Umgekehrt wäre es richtig: Erst muss man wissen, wie das russische Öl ersetzt wird, dann dreht man den Hahn ab.

So gehen Ungarn und die Slowakei vor. Sie wollen sich dem Embargo erst anschließen, wenn sie es auch können. Sie verlangen Ausnahmeregeln – und genau die müssen auch für Berlin und Brandenburg gelten.

Stattdessen überbieten sich unsere Politiker in Forderungen nach Sanktionen, allen voran Ursula von der Leyen. Was weiß sie denn von den Verbraucherpreisen? Hat sie schon mal ein leeres Konto gesehen?

„Die Schwächsten wird es am härtesten treffen“, sagte der Hamburger Ökonom Thomas Straubhaar im Deutschlandfunk. Alle, die jetzt über das Öl-Embargo entscheiden, können sich gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man hart getroffen wird.

Denn wer ein Ministergehalt bezieht oder die Diät eines Abgeordneten im Bundestag, dem ist es egal, ob der Liter Benzin 1,50 oder drei Euro kostet, dem ist es egal, ob sich der Preis für das Hackfleisch verdoppelt.

Die Politik steckt in der Moralspirale nach oben: Wer die härtesten Sanktionen fordert, ist immer der Beste. Das aber führt an den Abgrund. Mit anderen Worten: Wir können uns dieses Embargo jetzt nicht leisten. Es kann erst in Kraft treten, wenn wir einen bezahlbaren Ersatz für das russische Öl haben.

Diese Bedingung muss auch der Berliner Senat stellen. Oder wollen wir warten, bis hier die Lichter ausgehen?“

Diese vorstehenden Ausführungen erklären auch zusammen mit der Abbildung unten die Haltung Orbans, der nicht bereit ist seine intakte Wirtschaft für einen sehr zweifelhaften Erfolg (siehe unten 8.9.3 EU Ölembargo: Die  wirtschaftlichen Konsequenzen für  Russland ) zu destabilisieren.

Russischer Anteil an Ölimporten für verschiedene europäische Länder (Quelle Statista)

Grüne Industriepolitik für Schwedt

Das Ölembargo erlaubt nicht nur Ungarn die Nutzung des Öls aus der Druschba-Leitung sondern auch Deutschland (wesentlich für die Industrie in Schwedt), doch  eine „Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte nach dpa-Angaben, Deutschland und Polen hätten bereits erklärt, dass sie die Ausnahmen nicht nutzen werden und russische Einfuhren über Pipelines zum Jahresende einstellen wollen. Es gelte nun auszuarbeiten, wie das für Deutschland realisiert wird. „Das ist insbesondere für die Raffinerie Schwedt mit ihrem russischen Mehrheitseigner drängend“, so die Sprecherin“

Inzwischen scheint die Lösung klar. Der Standort in Schwedt soll zu einer grünen Raffinerieumgebaut werden, sagt Michael Kellner (Grüne), Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Eine Ausnahmegenehmigung vom Ölembargo schließt er aus. So sei es vom Kanzler festgelegt und dem könne er nicht widersprechen 

8.9.3 EU Ölembargo: Die wirtschaftlichen Konsequenzen für Russland

Das untenstehende Diagramm zeigt die Entwicklung der Ölexporte Russlands während der letzten Monate  gemäß des Handelsdatenunternehmen Kpler . Die starke Zunahme ist vor allem auf Rekordimporte durch Indien und China zurückzuführen, die von den deutlichen Preisnachlässen auf russisches Öl profitierten. 

Jane Xie, Chefanalyst für Erdöl bei Kpler Singapur “Einige der interessierte Käufer in Asien sind mehr durch wirtschaftliche als durch politische Gesichtspunkte motiviert.[…]

Im April überholte Asien zum ersten Male Europa als den bedeutendsten Käufer und dieser Abstand wird sich im Mai noch vergrößern.

Das Ölembargo erhöht den Marktpreis 

Das Embargo für Rohöl tritt nach 6 Monaten in Kraft, für Ölprodukte nach 8 Monaten. Kurzfristig  wird durch das Embargo der Marktpreis in die Höhe getrieben  und der Umsatz Russlands sogar  noch gesteigert. Wenn also das Embargo einen deutlichen Schaden für Russland bedeuten sollte, dann erst von 2023 ab.

Versicherer sollen Tanker mit russischem Öl nicht mehr versichern

Dies trifft dann alle Maßnahmen von der Schiffsfinanzierung über Versicherungen bis hin zu den Reedereien, die Tanker mit russischem Öl betreiben.

Versicherer in Europa und den Vereinigten Staaten schränken den Versicherungsschutz für russische Öltanker ein, so berichtet Reuters am 25 5.

Dieser Rückzug tritt im Laufe Juni/ Juli in Kraft wenn die momentan gekündigten Policen auslaufen.

Diese Einschränkung dürfte auch für Rückversicherungsunternehmen gelten.

Dazu stellt ein Versicherungsexperte fest: In Russland gibt es wahrscheinlich Versicherungen, die eine Haftpflicht oder Rückversicherung übernehmen, die dann durch eine Staatsgarantie durch Russland oder China oder von beiden gestützt würde.

Wenn keine westlichen Versicherungsunternehmen zur Verfügung stehen wird sich Russland der lokalen Versicherungsunternehmen bedienen, wie z.B. Ingosstrakh.

NewDelhi, beispielsweise, sieht in der Versicherungsfrage kein Problem für künftige Käufe. So äußert sich ein hoher Regierungsbeamter „ Ingosstrakh übernimmt die Haftung für alle möglichen Gefährdungsrisiken auf See “.

Zusammenfassend beschreiben die Blackout News  die zu erwartenden  Ergebnisse des EU Ölembargos :

„ Nachdem Russland recht schnell Ersatzabnehmer für sein Rohöl gefunden hat, droht das Ölembargo der EU ins Leere zu laufen, bevor es überhaupt in Kraft getreten ist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Finanzierung und Versicherung von nichteuropäischen Banken beziehungsweise Versicherern übernommen wird. Damit dürften auch die neuen Maßnahmen ausgehebelt sein. Das einzige, was man dann erreicht, hat ist, dass wir alle mehr für Energie bezahlen müssen und die Konkurrenz am Weltmark Energie noch billiger bekommt. Letztendlich wird des zu einem wirtschaftlichen Abschwung in der Eurozone verbunden mit hoher Inflation und Arbeitslosigkeit führen, ohne dem eigentlichen Ziel, Russland zu schwächen, nahezukommen.“ 

Habeck, Minister oder Chefideologe der Energiewende?

In diesem Zusammenhang schreibt Klaus-Rüdiger Mai in Tichys Einblick:

Die Bundesregierung führt das Land sehenden Auges in die Benzin-Knappheit

„Kaum hatten Robert Habeck und die deutsche Regierung dem Öl-Embargo der EU zugestimmt, gestand er bei RTL Direkt kleinlaut ein, dass der von der EU geplante Importstopp für russisches Erdöl in Ostdeutschland und im Großraum Berlin zur Benzinknappheit führen könnte. Knappheit beim russischen Erdöl, dass durch die Erdölleitung Drushba in Schwedt ankommt und dort raffiniert wird, das auch das mitteldeutsche Chemiedreieck betrifft, bedeutet im Klartext, dass man in Ostdeutschland und in Berlin zu bestimmten Zeiten keinen Kraftstoff mehr bekommt. Und dass sich der Sprit im Osten rasant verteuert und nicht nur das. Nämlich dass auch die chemische Industrie im Osten die Arbeit einstellen muss.

Wenn Habeck versichert, dass an Lösungen gearbeitet wird, wechselt er vom Minister in das Fach des Komikers. Das Desaster, das nach Habecks eigenen Worten eintreten könnte, ist eine Katastrophe mit Ansage, in die nun die Regierung Scholz sehenden Auges geht, obwohl die Regierung im nationalen Interesse das sechste Sanktionspaket der EU ablehnen müsste. Lehnt sie es nicht ab, handelt sie vorsätzlich und im Bewusstsein der Folgen gegen die Interessen des deutschen Volkes. Es stellt sich immer mehr die Frage, ob Robert Habeck verantwortlicher Bundesminister oder nur wohlwollender Kommentator seiner eigenen desaströsen Politik ist, der an Lösungen glaubt, wo keine sind, weil doch dort aus Gründen der Ideologie Lösungen vorhanden sein müssten. 

Einer der vielen Mainstreammedien-Experten äußerte in der Tagesschau, dass ein Öl-und Gas-Embargo das „Herz der russischen Macht“ treffen würde, der Experte hat nur vergessen hinzuzufügen: aber erst lange nach Deutschlands Wirtschaftsinfarkt.“

8.10 Das „Osterpaket: Mit „Ökopatriotismus“ Deutschland zerstören

Der Bundestag hat am Donnerstag, 12. Mai 2022, erstmals über das „Osterpaket“ genannte Bündel gesetzlicher Initiativen zur Beschleunigung des Ausbaus der erneuerbaren Energien beraten. Das darin enthaltene Gesetzespaket soll zum 1. Juli in Kraft treten.

Der entscheidende Punkt in Robert Habecks Osterpaket liegt in einigen wenigen Sätzen: In Zukunft soll vor allem der Windkraftausbau immer Vorrang vor dem Naturschutz genießen. „Die Nutzung erneuerbarer Energien“, heißt es dort, liege künftig „im überragenden öffentlichen Interesse“ und diene „der öffentlichen Sicherheit“. Bei der Vorstellung seines Plans griff der Wirtschaftsminister sogar zu einem für ihn ungewöhnlichen Wort: „Gemeinsam schaffen wir es, gemeinsam stoppen wir den Krieg, gemeinsam schaden wir Putin und gemeinsam werden wir unabhängig von fossilen Energien – das ist dann ökologischer Patriotismus.“ Bei der sogenannten „Schutzgüterabwägung“ – also etwa bei dem Konflikt eines Windpark-Baus mit dem Vogelschutz – habe deshalb der Ausbau der erneuerbaren Energien unter dem Zeichen dieses „ökologischen Patriotismus“ immer Vorrang.

Zur Einstellung zur Vaterlandsliebe von Robert Habeck zitiert die WELT:“ 2010 veröffentlichte Habeck, damals Fraktionsvorsitzender der Grünen in Schleswig-Holstein, ein Buch mit dem Titel „Patriotismus. Ein linkes Plädoyer“, und in diesem Buch schrieb er: „Patriotismus, Vaterlandsliebe also, fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.“

Ähnlich reserviert äußerte sich die deutsche Innenministerin Nancy Faeser:

„Wir müssen den Begriff „Heimat“ positiv umdeuten und so definieren, dass er offen und vielfältig ist. Und, dass er ausdrückt, dass Menschen selbst entscheiden können, wie sie leben, glauben und lieben wollen“, sagte die SPD-Politikerin

Vielleicht ist dies eine Erklärung warum diesen Politikern jegliche Empathie fehlt, wenn es um die Zerstörung des deutschen Waldes durch Aufstellen von Windrädern geht.

Das Video zeigt für den in Baden Württemberg gelegenen Berg Hohenlochen die Rodungs-und Baumassnahmen für 4 Windräder  auf einer Fläche von etwa 10 ha .

Für jeden Naturliebhaber ein Bild der Trostlosigkeit.

Die grün-schwarze Landesregierung  von Baden-Württemberg hat nun beschlossen in der laufenden Legislaturperiode weitere 1000 Windräder aufzustellen. Die gleichen Politiker, die gegen das Abholzen der Regenwälder im Amazonasgebiet protestieren, setzen nun per Gesetz die Vernichtung des CO2-Speichers Wald in Deutschland durch.

Die deutsche Naturschutzinitiative (NI) hat in einer Presseveröffentlichung gegen das Osterpaket Stellung bezogen:

Wissenschaftler kritisieren „Eckpunktepapier“ (Autor:  das Osterpaket) der Bundesregierung und fordern: Keine Windenergie im Wald und in Schutzgebieten! 

Ihr Vorsitzender Harry Neumann kündigt dabei an

„Sollten die im Eckpunktepapier vorgestellten Pläne tatsächlich umgesetzt werden, wird die Naturschutzinitiative (NI) jeden erfolgversprechenden Rechtsweg bis zum Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof einschlagen, um eine rechtliche Klärung herbeizuführen und damit für Rechtssicherheit zu sorgen“

8.11 Ökostrom wird nie billig sein, auch nicht mit grünem Wasserstoff

Das Märchen von den billigen erneuerbaren Energien, so heisst ein Artikel des dänischen Consultant Björn Lomborg (Copenhagen Consensus Center), (LINK 2.3.14)

Er stellt fest:

Wir hören permanent, dass Wind- und Solarenergie die Welt erobern. Sie seien kostenlos und – so sagt man uns – billiger als fossile Brennstoffe. Aber warum gibt Deutschland dann in diesem Jahr (Autor 2020) 18 Milliarden Euro für die Subventionierung von Solar- und Windenergie aus?

[…]

In Wirklichkeit sind die Windturbine und das Solarpanel nur der sichtbare Teil der Kosten für erneuerbare Energien. Wir müssen aber auch den gesamten “Rest des Energiesystems“ bezahlen, um die nur zeitweise verfügbare Solar- und Windenergie auszugleichen.

Der „Rest des Energiesystems“ wird von Hans Werner Sinn (s. unten) als ein System beschrieben das neben Windrad oder Sonnenpanel konventionelle Kraftwerke (Gas oder Kohle) benötigt um den volatilen Strom „brauchbar“ zu machen. Diese Doppelstruktur bedeutet 2-fache Fixkosten und ist Ursache für die teuersten Stromkosten der Welt (neben Dänemark).

Aber der grüne Wasserstoff wird das Speicherproblem lösen meinen die Energiewendeexperten. Nun aber ist der Prozess zur Verwendung von grünen Wasserstoff extrem teuer und so bleibt es dabei: Ökostrom wird nie billig sein.

Der Bürger subventioniert die Windenergie, erhält aber keinen Gewinnanteil

Im Zeitraum 2000 bis 2021 wurden vom Steuerzahler über die EEG Umlage nahezu 250 Milliarden bezahlt um die Erneuerbaren Energien zu subventionieren. (Link klima transform)

Seit dem Jahre 2020 werden die Stromkosten zusätzlich mit Steuergeldern subventioniert.  (link, Anker Kö) So wird natürlich auch der für  2022  angekündigte  Wegfall der EEG-Zulage finanziert. Nach Sinn (s.unten) soll so der Anstieg der Kosten versteckt werden, ändert aber nichts für den Steuerbürger. Die Kosten steigen weiter zu Lasten des Wohlstands der Steuerzahler.

Dagegen sieht Robert Habeck in seiner Rede vor dem Bundestag am 12.Mai das Osterpaket (siehe unten) als ein zukünftiges Instrument für den Bürger von den Windparks zu profitieren.

„Wir sorgen außerdem dafür, dass die Beteiligung der Menschen in diesem Land an den erneuerbaren Energien deutlich gesteigert wird: Bürgerwindparks, Eigenstromverbrauch, die Möglichkeit der Kommunen von den Windparks zu profitieren – all das wird deutlich angehoben, sodass die Demokratisierung des Energiesystems, die Teilhabe der Menschen am Energiesystem tatsächlich noch mal deutlich angehoben und erweitert wird, bis an die Grenze des Möglichen.“

Das Osterpaket kostet den Steuerzahler laut Habeck „wenig“. „Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds““. Letztlich also doch durch den Steuerzahler.

Darüber hinaus instrumentalisiert Robert Habeck den Ukrainekrieg um die Erneuerbaren Energien als Lösung für die Energiesicherheit Deutschlands zu erklären.

„Die Voraussetzung dafür, dass wir in Zukunft energiesicher sind, ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Es gibt eine direkte Linie von dem Abschied von fossilen Energien aus Russland hin zum Abschied von fossilen Energien insgesamt. Das bedeutet: Ausbau der erneuerbaren Energien.“

Im Gegensatz zu Hans-Werner Sinn (s. 8.13)  erwähnt er allerdings nicht, dass dies nur mit riesigen Kosten möglich ist.

Aktuell hat der Strompreis an der Börse extreme Höhen erreicht und die Windmüller können mit ihrem Strom satte Gewinne einfahren. Dazu schreibt Matthias Hochstätter im Focus

„Goldene Zeiten für grüne Stromerzeuger […]: Habeck sieht zu, wie Windbranche Milliarden-Gewinne einheimst.

Das knappe russische Erdgas treibt in Deutschland und Europa die Strompreise nach oben. Während Verbraucher nun die steigenden Kosten stemmen müssen, freuen sich besonders die Betreiber von geförderten Windkraftanlagen: Sie können satte Zusatz-Gewinne einstreichen. Geld, das ihnen nicht zusteht. Wirtschafts- und Energieminister Robert Habeck schaut zu.

[…]

 Ein Branchen-Insider, der nicht namentlich genannt werden möchte, hat für FOCUS Online vorgerechnet, dass bei einem durchschnittlichen Börsenstrompreis von 185 Euro/MWh dieses Jahr rund 9,1 Milliarden Euro an Zusatzgewinn herausspringt. Vor allem die Windenergie-Branche würde 2022 davon mit 7,9 Milliarden Euro profitieren. Der Stromverbraucher sieht davon jedoch nichts. „Das Geld steht ihnen aber zu“, so der Ökostrom-Experte.

Doch damit nicht genug jetzt soll der Steuerzahler die Windräder selbst kaufen.

Die Welt schreibt dazu:

„Die Aufträge für neue Windräder in Deutschland gehen aufgrund steigender Rohstoffpreise derzeit zurück – der Ausbau der Windenergie droht dadurch ins Stocken zu geraten.“

[…]

Das Bundeswirtschaftsministerium hat nach einem Spitzentreffen mit Vertretern der Erneuerbaren-Energien-Branche erste Maßnahmen zusammengetragen, wie sich der Ausbau von Wind- und Solarkraft in Deutschland beschleunigen ließe. Nach Informationen des „Spiegel“ erwägt Habeck dabei Ausfallbürgschaften für die Windindustrie: Platzt ein Bauprojekt, könnte der Staat die Windräder erst einmal übernehmen – und sie anschließend an einen anderen Projektierer weiterreichen.“ 

8.12 Hans Werner Sinn: Deutsche Energiewende nur mit französischen Atomstrom

Die Energiewende vom Standpunkt des Volkswirtschaftlers

Der Volkswirt Hans Werner Sinn analysiert quantitativ die deutsche Energiewende. Das Video ist unbedingt sehenswert. Die Zusammenfassung seiner Schlüsse finden Sie im Text unter 8.13

8.13 Kritische Fragen zur Energiewende: Offener Brief an Robert Habeck

Hans Ambos, Strahlenschutzbeauftragter, ehemals Leiter der Radiochemie Block B im Kernkraftwerk Biblis (1976 bis 2005), seit 16 Jahren freiberuflicher Dozent in Sachen Strahlenschutz, Kerntechnik, Physik.

Hans Ambos analysiert mit viel Kompetenz die Themen und Argumente, die heute die Diskussion der Energiewende beherrschen und deckt schonungslos ihre Schwächen auf und präzisiert dies in konkreten Fragen an den Minister.

Lesen sie diese im ausführlichen Text des Hauptteils, wie auch die Antworten des Ministeriums.